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Russische Nachtwölfe in Berlin

Hartmut Radowsky

Es ist inzwischen schon Tradition, dass die russischen Nachtwölfe am 09.Mai am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park Kränze niederlegen, um an die gefallenen russischen Soldaten zu denken und zu erinnern.
Ich selbst bin im anderen Teil Berlins geboren und aufgewachsen und kenne diese Tradition nicht. Und obwohl die Mauer ja schon einige Jahre nicht mehr steht, bin ich auch nie dahin gekommen bis...
In der Februar-Ausgabe habe ich euch ja schon den Treptower Park und das sowjetische Ehrenmal vorgestellt. Auf den Spuren des "anderen Teils" von Deutschland.
Nun war ich dabei, als die Nachtwölfe, eine Motorradgruppe aus Russland, wie in jedem Jahr nach Berlin kamen um an der Gedenkstätte Kränze und Blumen niederzulegen.
Natürlich waren die Wölfe auch begehrt für Selfies und andere Erinnerungsfotos und sie präsentierten sich selbst auch voller Stolz.
Ehemalige Angehörige der Nationalen Volksarmee (NVA) der ehemaligen DDR zeigten sich in ihren alten Uniformen. Ob das nun dazu gehört, weiß ich nicht, will ich auch nicht kritisieren.
"Lustig" finde ich aber schon, wenn ich gefragt werde, ob ich jetzt "die Seite gewechselt" habe, nur weil ich mich mit Sachen der ehemaligen DDR beschäftige.
Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Und so wie alle anderen Länder ihre Feier- und Gedenktage haben, so hat sie Russland also auch. Muss ich, wenn ich mir das anschaue, Sympatisant Russlands sein?

Und wenn mir ein Nachtwolf am Ende der Veranstaltung seine Hand entgegenstreckt, dann werde ich sie nicht ablehnen, warum auch?

Was die Politik nicht schaft, das schaffen "normale" Bürger. Ein Handschlag in druzhba (Freundschaft).

© Text und Fotos: HR

 

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