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Bonjour Strasbourg!

Susi Krix

Im August war ich für zwei Wochen beruflich unterwegs im Schwarzwald. Für mein freies Wochenende überlegte ich mir Tagestouren und beschloss, u.a. Straßburg im Elsass zu besuchen.
Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt war ich angekommen.
Zentral geparkt, und das sogar im Verhältnis zu Deutschland günstig, machte ich mich auf dem Weg in die Altstadt.
Das Parkhaus "Centre Historique" war perfekt, denn von hier war ich rasch in der Altstadt. Straßburg ist wahrlich ein Paradies für Fotografen.
Von der "Terrasse Panoramique du Barrage Vauban" - direkt neben dem Parkhaus gelegen - hatte man einen wunderbaren Blick auf die Gedeckten Brücken, Petite France und das Straßburger Münster.
Durch kleine gemütliche Gassen des kleinen Frankreichs gelangte man zum Wahrzeichen der Stadt, dem Strassburger Münster, auch genannt "La Cathédrale Notre-Dame". Ein Besuch dieser Kathedrale lohnt sich auf jeden Fall, findet man hier doch eine astronomische Uhr und die berühmte Silbermann- Orgel.
Auf dem Münsterplatz, dem Platz vor der Kathedrale, konnte man sich mit Souvenirs eindecken oder in einem der zahlreichen Restaurants den berühmten Elsässer Flammkuchen speisen. Auch gab es hier, direkt am Eck das "Amorelli-Eis"… ein Kunstwerk an Speiseeis und grandios im Geschmack!
Links vom Münster entdeckte ich ein Geschäft "Batorama". Neugierig was dies wohl ist begab ich mich in das Geschäft und erfuhr, dass man hier eine der Ausflugsfahrten per Schiff buchen kann.
Interessant! Und da ich ja nur eine begrenzte Zeit für diese schöne Stadt hatte entschloss ich mich zu einer Fahrt. Die beste Entscheidung des Tages, denn die Rundfahrten sind genau das Richtige für Tagestouristen. Hier sieht man alles was man sehen muss. Die Anlegestelle hierfür befindet sich auch nur ca 200 m vom Münster entfernt, am Historischen Museum auf der Ill.
Angeboten werden zwei Touren. Ich entschied mich für Tour 1 "Straßburg, über 20 Jahrhunderte Geschichte". Die Fahrt wird - jahreszeitenabhängig - bis zu 37x pro Tag angeboten, mit offenen oder geschlossenen klimatisierten Panoramaschiffen. Man kann also wirklich zu jeder Jahreszeit Straßburg mit dem Schiff erkunden.
Die Fahrt kostet 13€, Kinder von 4-12 Jahren zahlen 7,50€.
Damit man auch weiß, was man alles sieht, erhält man während der Fahrt einen kostenfreien Audioguide bei dem man aus einer von 12 Sprachen wählen kann. Für die Kids gibt es die Erklärungen in vier Sprachen nochmal als Kinderguide. Ich habe mal reingehört und es ist wirklich schön kindlich gestaltet.
Sehr ansprechend finde ich, dass es auch für Rollstuhlfahrer Schiffe gibt.
Nun zu meiner Tour. Diese startete um 20:15 Uhr. Ich erlebte Straßburg also bei Tag, im Sonnenuntergang und im Dunkeln. Perfekt.
Vorbei an der Nikolaikirche, durch die Schleuse in Petite France ging es vorbei am Gerber-Haus und den Gedeckten Brücken, über den Justizpalast, der Universitätsbibliothek und dem Nationaltheater zu den Europäischen Institutionen.
Jeder einzelne Geschichtspunkt wurde interessant und dennoch kurzweilig erklärt, so dass man das Erzählte auch verarbeiten konnte.
Straßburgs Geschichte ist wirklich interessant - im Mittelalter war Straßburg ein bedeutendes Wirtschaftszentrum, wurde später eine freie Reichsstadt und während der Reformationszeit lutherisch. In der Zeit der französischen Revolution wurde Strassburg zu einem Anziehungspunkt für deutsche Republikaner.
Nach dem deutsch-französischen Krieg, im Jahr 1871, wurde Straßburg vom neu gegründeten Deutschen Reich zur Hauptstadt des Reichslandes Elsass-Lothringen erklärt. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Stadt dann wieder Frankreich zugeschlagen.
Am Anfang des 2. Weltkriegs wurden alle Einwohner Straßburgs evakuiert. Die Stadt blieb bis 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt. In der Nachkriegszeit wurde Straßburg zum Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung und der europäischen Einigung. Heute ist Straßburg Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, u.a. Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte.
Aber nun genug Geschichtliches
Den Europarat, das Europaparlament und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erblickte man auf dieser Schifffahrt. Es war schon fast dunkel und die Gebäude, teils mit viel Glas versetzt erstrahlten im Glanz.
Kurz vor halb Zehn legte das "Batorama Schiff" wieder am historischen Museum an.
Die Fahrt hat sich wirklich gelohnt, denn in kürzester Zeit konnte man alle Sehenswürdigkeiten der Elsässischen Stadt sehen, Geschichtliches erfahren und die Füße etwas entspannen lassen.
Zurück ging es nun für mich durch die kleinen Gassen, vorbei an der Kathedrale zurück zum Parkhaus. Auf dem Heimweg machte ich mit meiner Kamera dann noch Halt an drei schön beleuchteten Brücken, u.a. der Brücke der zwei Ufer, auch genannt "Passerelle des Deux Rives", die Frankreich und Deutschland miteinander verbindet.
Und da war ich auch schon… zurück in Deutschland mit vielen Eindrücken und jeder Menge Fotos.
Ein Besuch Straßburgs und einer Schifffahrt auf der III ist in jedem Fall zu empfehlen.
Für weitere Informationen hierzu klickt Euch auf www.batorama.com
Au Revoir!

© Text und Fotos: SK

 

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