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Burgen und Schlösser
Schloss Glücksburg

Thurid Schmidt

In meinem Urlaub an der Flensburger Förde im Oktober 21 hatte ich Gelegenheit Schloss Glücksburg zu besichtigen und an einer Führung durch das Schloss teilzunehmen. Schon vom Parkplatz aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Schloss, welches von einem Stausee umgeben ist.
Bei der Führung erfährt man viel über die Geschichte des Schlosses. Die Führung beginnt in der schönen Kapelle im Untergeschoss.
Dort erfährt man erst einmal, dass an der Stelle des Schlosses einmal ein Rüdekloster der Zisterzienser stand. Ein Modell des Klosters und dessen Anlage kann man in einem Seitenraum der Kapelle bewundern. Auf dem Grund des Sees befinden sich noch heute die Gräber von 1000 Mönchen.
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1544 geriet das Kloster im Zuge der Reformation an König Christian III. 1582 belehnte der dänische König Friedrich II. seinen jüngeren Bruder Johann, genannt Hans der Jüngere, u. a. mit dem Rüdekloster. Dieser ließ das Kloster abreißen und erbaute aus dessen Steinen und Ziegeln das Schloss innerhalb von 5 Jahren (1583-1587). Baumeister war Nikolaus Karies aus Flensburg. Das Schloss in sich ist 30 x 30 Meter auf Länge mit 4 achteckigen Ecktürmen und steht auf einem 2,50m hohen Granitsockel. Um das Schloss wurde auf dem Gelände des ehemaligen Klosters im 16. Jahrhundert der See künstlich angelegt
Nach dem Tod Johanns und der Aufteilung des Herzogtums Schleswig-Holstein-Sonderburg ging das Schloss und die Ländereien an den Sohn Phillip, der die ältere Linie des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg begründete. Diese Linie endete 1779 mit dem Tod Friedrich Heinrich Wilhelm, der kinderlos blieb. Das Schloss und die Ländereien gingen an das dänische Königshaus zurück.
1825 wurden Schloss und Titel an Friedrich Wilhelm aus dem Hause Holstein-Beck übergeben, der zusammen mit seiner Frau die jüngere Linie des Hauses Glücksburg begründete.
Nach dem Tode des kinderlosen Friedrich VII 1863 ging das Schloss an Christian IX. aus der Glücksburger Linie. Nach dem Zweiten Schleswigschen Krieg ging das Schloss in preußischen Besitz über. Von König Wilhelm I. wurde es dann durch einen Erlass 1869 an die herzogliche Familie übertragen. Bis ins 20. Jahrhundert blieb es deren Hauptwohnsitz.
1922 wurde das Schloss durch die Familie in eine Stiftung eingebracht und in ein Museum umgewandelt. Es zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern in Nordeuropa.
Nach der Führung sollte man unbedingt auf eigene Faust noch einmal durch die einzelnen Räume streifen und auch den Keller nicht vergessen in dem sich u. a. das Verlies befindet. Sehr zu empfehlen ist auch der Rundweg um den Schlossteich.
Das Schloss ist heute nicht nur ein Museum. Man kann sich dort u.a. trauen lassen. Auch finden verschiedene Kulturveranstaltungen statt. Wer mehr erfahren möchte schaut am besten auf der Homepage des Schlosses nach.
https://www.schloss-gluecksburg.de

© Text und Fotos: TS

 

 

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