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Isi unterwegs auf den Spuren der Auswanderer, der Titanic, der First Nation und der Wale.

Isi

Tag 4: Quebec
Gegen 8 Uhr morgens legten wir in Quebec City, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz an. Von Bord aus konnten wir mitten in die noch schlafende Altstadt blicken. Mit nur 400 Jahren Geschichte ist sie die zweitälteste Stadt Kanadas und hat einen wunderschönen, verkehrsberuhigten Altstadtkern der sich in die Unterstadt und Oberstadt unterteilt. Über eine Zahnradbahn kann man von unten nach oben gelangen, wahlweise natürlich auch die doch nicht unerhebliche Steigung zu Fuß meistern. Mitte der 80er wurde Quebecs Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Die ursprünglich französische Stadt wurde im Laufe der Zeit immer wieder umkämpft und wechselte schließlich in einer nur 20-minütigen Schlacht um 1759 zur englischen Herrschaft. 1775 kam es sogar zu Auseinandersetzungen mit amerikanischen Truppen. England wehrte sich – mit Unterstützung der Franzosen – jedoch erfolgreich. Seither war es friedlich um Quebec City. Aufgrund der strategisch sehr guten Lage am Sankt-Lorenz-Strom blühte auch der Handel in Quebec. Und irgendwie hat sich das ursprünglich französische Flair hier über all die Diskrepanzen und Jahre hinweg trotzdem gehalten.
Wir flanierten früh morgens durch die noch leeren Straßen der Altstadt und fuhren dann auch alsbald mit der Zahnradbahn hinauf in die Oberstadt. Man steigt direkt auf der schönsten Promenade, die ich je gesehen habe, aus. Es ist die sogenannte Terrasse Dufferin und das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Das Luxus-Hotel Chateau Frontenac thront hier förmlich und mit seinem äußeren Erscheinungsbild wirkt es mehr wie ein Schloss. Angesichts der zahlreichen Krönungen die hier bereits stattfanden und der vielen Berühmtheiten, die bereits im Hotel abstiegen, ist es auch ein bisschen eines.
Wir schlenderten also die Terrasse entlang und dann auf wunderschön angelegten Wegen um die Zitadelle herum und hinauf für einen atemberaubenden Ausblick. Die obere Altstadt besteht aus vielen kleinen Gässchen mit netten Läden und Restaurants. Man vergisst die Zeit und verweilt gerne hier und da.
Aber irgendwann machten wir uns wieder auf den Weg in die Unterstadt, denn auch dort gab es zahlreiche schöne kleine Straßen und Läden, die wir unbedingt noch ansehen wollten. Wir waren froh, dass wir zuvor wenigstens kurz durch die Unterstadt gingen. Die Gassen waren völlig überlaufen von Touristen aus aller Welt und kurz vorm Platzen. Wir nutzten dennoch unsere Zeit vor Ort und tranken in einem kleinen, netten Cafe ein lokales Bier. Habe ich schon erwähnt, dass ich die Kanadier extrem gut leiden kann? Nein, nun dann sag ich es jetzt mal. Und das wird nicht das letzte Mal bleiben. Für uns hieß es: zurück auf die deutsche Schiffsatmosphäre. Ich wäre noch gerne geblieben…

© Text und Fotos: Isi

 

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