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Ein Buch entsteht
Eine Schriftstellerin erzählt

Karin Fehde

Hallo liebe Leser
Hu, hu, da bin ich wieder um ein wenig mit euch zu plaudern. Die Monate Mai, Juni, Juli, August werden aus dem Koffer hervor geholt. Ein Notenblatt fiel mir in die Hand. Es gehört zum Interessanten für Mai. So wie es aussieht wurde es damals noch mit der Feder geschrieben. Es stammt von Franz Emanuel August von Geibel, geb.17. Oktober 1815 in Lübeck. Er verstarb am 16. August 1848. Im Jahr 1841 hinterließ er der Nachwelt etwas Wunderschönes.
Sein bekanntestes Werk waren die Verse zu dem Kinderlied “Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus …“
Ich summte es vor mich hin. Kindheitserinnerungen an meine Schulzeit kamen auf, wo es immer wieder gesungen wurde. Gerade der Mai birgt viel Interessantes z.B. die berüchtigten Eisheiligen vom ca. 11. bis 15. Mai. Diese manchmal zähneknirschend gemeinten Burschen nennen sich Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die stimmungsschwankende Kalte Sophia. Jeder von ihnen trägt von altersher eine frühchristlich
Geschichte. Mehr zu dem Monat findet man in meinem Buch „Ein Koffer voller Monate“.
Draußen wehte ein laues Lüftchen. Ich öffnete das Fenster und zog den süßen Duft ein. In dem Moment zog eine Rapsblütenwolke vorüber. Wie ein süßer Zauber vernebelte es meinen Kopf. Wenn der Raps goldgelb blüht, beginnen die Gefühle zu kreisen und bleiben auf einmal hängen. So geschehen in meiner Geschichte: „Der Bienenwolf“ .
Am Rande des riesigen Rapsfeldes wurden vor langer Zeit Bienenkörbe aufgestellt. Das Gesumme der Bienen drang durchs Fenster. Die Sonne schien vom hellblauen wolkenlosen Himmel herunter. Eifrig flogen sie von Blüte zu Blüte um den süßen Nektar einzusammeln. … Doch plötzlich bezog sich der Himmel am Nachmittag. Ein heftiges Maigewitter zog auf und es goss in Strömen. Es war ein Schauer, der es in sich hatte und breite matschige Spuren hinterließ. Als die heftigen Böen sich legten, verlor sich auch das Summen in den Stromleitungen. Wie von glitzernden Diamanten übersät, schüttelte der gebeugte Raps den gefallenen Regen ab. Ein Hauch von frischem Atem streifte die Natur. Durch die aufgebauschten dunkelgrauen Wolkengebilde bahnte sich die Sonne mit wärmenden Strahlen ihren Weg. Die ersten Vögel begannen wieder zu zwitschern. Sie hatten sich während des Unwetters verkrochen. Nur in der Ferne war ein letztes verstummtes Donnergrollen hörbar. Das Maigewitter hatte der Erde neue Energie geschenkt. Aus vielen Ecken kamen emsige Bienen hervor, um sich am Nektar der geöffneten Rapsblüten zu laben. Jedoch fehlte noch die fleißigste Arbeiterin unter ihnen. Summbienchen. Die kleine Biene flog an diesem Nachmittag um ihr Leben und umklammerte mit größter Kraftanstrengung den einzeln stehenden Rapsstängel am Rande des Feldes. Der Schreck saß ihr in den Gliedern. ‚Es ist zum Glück gut gegangen‘, seufzte sie zitternd. ‚Ich bin gerade noch dem Bienenwolf entkommen.‘…
Über das Leben im Bienenstock und ob doch noch etwas passieren würde, lesen Sie selbst. Spannend geht es in meiner Geschichte über den Bienenwolf weiter.
Liebe Leser, könnt Ihr Euch an den Maikäfer erinnern oder habt ihr ihn selbst als Kind in die Hand genommen und begutachtet? Oft waren sie verschieden gefärbt. Manchmal war der Käfer am Kopf schwarz. Dann war es ein glücksbringender Schornsteinfeger. Mal war die Färbung weißlich, klar, dann war es ein Müller. Wenn es grünlich schimmerte …. oh, dann war er etwas ganz Besonderes. Ein König. Leider findet man den Maikäfer heute in vielen Gegenden nicht mehr. Er fehlt mir. Deshalb setzte ich ihn in mein Maigedicht:
„Der Maikäfer namens „Graf“
Vers 5
Wonnig still war’s in der Nacht,
da dünkte ihm im Schlaf
eine Idee die ihn traf,
jetzt zu fliegen, unbedacht.

Da kam ein Vöglein flugs daher
Und verspürte ein Genießen.
Um die Nahrungskette zu schließen
Nahm es ihn als Hauptdessert.

Vorbei war seine Lebensdauer.
Die Natur schuf einen Ausgleich
Für ihn, als Ei im Erdenreich,
danach Engerling und schlauer.“
Ja, mit diesem Gedicht setze ich meinem damaligen Maikäfer-Grafen ein Denkmal. Schon meine Großmutter sang mir früher ein uraltes Maikäferlied vor. Es hat sich so eingeprägt und müsste uralt sein. „Maikäfer flieg – Der Vater ist im Krieg – Die Mutter ist im Pommerland – Pommerland ist abgebrannt“. Sicher wird es auch bei Ihnen Erinnerungen hervorrufen. Es wäre wissenswert zu erfahren, aus welcher Zeit dieses Lied stammt. Vielleicht weiß jemand mehr darüber. Bitte, dann lasst es uns wissen. In der Kinderzeit hatten wir unseren Spaß daran und tanzten dazu Ringel-Rangel-Rosen. „Häschen in der Grube“ fehlte dabei auch nicht. Am liebsten war es uns im Osternest.
Viel Interessantes hält ebenfalls der Juni bereit. Der Monat wurde nach der römischen Göttin Juno und dem Göttervater Jupiter benannt. Sie gilt als Beschützerin der Ehe. Es ist schwer zu sagen, ob es heute noch so ist.
Doch der geschichtsträchtigste Gedenk-und Feiertag bleibt der 17. Juni 1953. Es ist der „Tag der Deutschen Einheit.“ Nach vielem Hin-und-her-Gerangel zwischen Ost-und West galt der 17. Juni als gesetzlicher Feiertag. Allerdings offiziell wurde er am 3. Oktober 1990 als Gedenktag der Wiedervereinigung eingeführt.
Für die Fußballfreunde ist der 14. Juni 2018 ein ebenso nennenswerter Tag. Es war der Beginn der Fußball Weltmeisterschaft. Torrrrrrr. Der Ball rollte mit noch ungewissem Ausgang zwischen den Ländern.
Zwar bin ich nicht Fußball abgeneigt aber für mich ist gerade der Juni der Höhepunkt der Rosenblüten. Vor allem an der Wildrose blieben wunderschöne Kindheitserinnerungen in meinem Herzen. Die rote Rose ist bekanntlich das Symbol der Liebe. Die Weiße gilt als Rose der Verschwiegenheit, die seit dem Mittelalter in Beichtstühle eingearbeitet wurde. Schon von eh und je schrieb die Rose Geschichte. In ganz persönlichen Erinnerungen ist mir das Lied von der unvergessenen Sängerin, Schauspielerin und Autorin Hildegard Knef. „Für mich solls rote Rosen regnen“. Sie lebte vom 28. Dezember 1925 bis 1. Februar 2002. Sie wird immer unvergessen bleiben. Viel weltbewegendes für den Juni findet man in meinem Buch.

Doch das Leben wechselt wie das Wetter. In Anbetracht der zahlreichen Kinderschicksale nahm ich schweren Herzens den Kugelschreiber in die Hand und schrieb viele Notizen auf. So nach und nach verband ich eine Geschichte damit. Sie heißt „Das Straßenkind“. Niemand sollte die Augen vor Kindesmisshandlungen verschließen. Besonders gut finde ich es, das „Die Amigos“ den Song brachten „Der Schattenmann.“ Alle Achtung ihnen. Es entspricht so der Wahrheit. Wann immer ich ihn höre, stehen Tränen in meinen Augen und ich weiß, niemand hat das Recht eine Kinderseele zu zerstören. „Kinder sind unsere Zukunft“. Es ist eine nachdenkliche Geschichte aber enthält auch eine gute Seele von Mensch. Amalie. Eine ältere Dame, die sich nicht nur um das Straßenkind kümmert, sondern versucht sich selbst einen Lebenstraum zu erfüllen. „Wie singt doch Margot Werner: „So ein Mann, so ein Mann, zieht mich unwahrscheinlich an.“ Es sei denn … er ist der größte Casanova der blitzschnell jede Frau um den kleinen Finger wickelt. „Männer sind wie Nüsse. Erst wenn sie geknackt sind lässt sich ihr wahrer Kern entdecken“.
Mit meinem sinnlichen Gedicht „Die Wildrose“ schließe ich den Juni ab und wende mich dem Juli zu, der nach dem römischen Staatsmann Julius wurde. Im Wortgebrauch wurden für den Juli viele Namen gegeben. Unter anderem Heumonat, Heuert, Bären-Honigmonat- oder auch Donnermonat. Im Juli wächst dem Rehbock neues Geweih.
Das hatten die Jungs bei der WM im Moskauer Luschniki-Stadion sicher kräftemäßig drauf. Am 15. Juli 2018 trat Frankreich mit einem 4 : 2 gegen Kroatien als Weltmeister hervor.
Doch die bedeutsamste Begebenheit für die Menschheit war am 27. Juli 2018. Vollmond. Wegen seines Aussehens Blutmond genannt. Es wurde zu einer sichtbaren totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.

Mein Slogan: Natur heißt Leben – kein Leben ohne Natur: Die Dürre – die Hitze machten 2018 Mensch und Tier zu schaffen. Flüsse und Seen trockneten aus, Felder und Wiesen brannten. Es herrschten um die 40 Grad. Möge so etwas nie wieder geschehen. Diese Hoffnung hegen wir wohl Alle.
Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und dachte an eine gewitzte Katze namens „Kittykat“: Sie spielt in meiner Geschichte eine besondere Rolle und wusste Herz und Verstand einzusetzen. Lesen Sie selbst einen kurzen Auszug aus der Geschichte: … „Nils, ein junger Mann war mit seinem Auto auf dem Weg von Ratzeburg nach Wentorf. Ein wenig übermüdet konzentrierte er sich auf das Fahren. Er hatte es eilig, da er noch für seinen Flug am nächsten morgen packen musste. Die Fahrt hätte gut verlaufen können, wenn da nicht eine graugetigerte Katze seinen Weg über die B 207 kreuzte. Er vernahm ein Poltern im Auto und trat auf die Bremse. Er stieg aus und besah sich jede Ecke. Nichts. Erleichtert kein Tier getroffen zu haben atmete er durch. „Wo ich schon mal halte kann ich auch gleich pinkeln. Das dringend mal müssen macht mich noch ganz irre. Deshalb gehört dieser Baum an der Straßenkante mir, selbst wenn es mich einen Strafzettel kosten würde, falls die netten Bullen zufällig auftauchten. „Das ist dann eben der Just-in-diesem- Moment-Zufall,“ schimpfte er sich selbst. In aller Öffentlichkeit ist es verboten. Was soll’s. Eiligen Schrittes steuerte er auf den Baum zu. Im Begriff sein Geschäft zu verrichten sackte er ohnmächtig zusammen. Der Nervenreiz hatte sich auf die Blutzufuhr ausgewirkt und den Sauerstoff zum Herzen blockiert. Der ständige Druck war zu groß gewesen. Immerhin ging es seit fast Ratzeburg so. Nach kurzer Zeit kam er zu sich und sah in leuchtend gelbgrüne Augen die auf ihn gerichtet waren. Benommen erkannte er eine Katze ….
Liebe Leser wie es weiter geht ist in meiner Geschichte zu erfahren. Eines ist sicher Kittycat ist schlau und nimmt es mit jeden auf.

Schade, dass Sie mich nicht begleiten konnten.
„Ein Morgenspaziergang am See“
Dabei sind Libellen wunderschön zu beobachten. Aber ob Kittycat sie in Ruhe ließe?.....
Ich legte den Monat Juli in den Koffer zurück und wandte mich dem August zu. Der römische Kaiser Augustus verlieh dem Monat 8. v. Chr. seinen Namen. Allerdings widerrief der Kaiser Commodus den Namen. Erst nach dem Tod von Kaiser Augustus erhielt der Jahresmonat den Namen zurück. Die hochsommerliche Zeit wird dem Hundsstern Sirius zugeschrieben, der vom 23. Juli bis 23. August der Sonne am Nächsten steht. Doch der August 2018 richtete bei der extremen Hitze über 30 Grad in der Natur so viel Schaden an. Selbst das Insektentöten wurde unter Strafe gestellt. Erst zum Monatsende hin kündigten Tautröpfchen, die an seidenen Spinnenfäden hingen, das langsame Nahen des Altweibersommers an.
Die Natur atmete auf. Die Menschen atmeten auf, wobei Sonnenanbeter es teils bereuten, das die Hitze ein Ende nahm. Zum Glück sind wir Menschen alle verschieden gestrickt. Und doch stellt sich die Frage: Brauchen Schutzengel auch eine Auszeit? Diese Frage könnte meine Augustgeschichte beantworten:
„Hilfe, Schutzengel braucht eine Auszeit“
Unlustig saß der Engel Alois auf der Ruhewolke und popelte in der Nase. Es langweilte ihn auf der Wolke zu sitzen und nichts tun zu können. Das dauerte nun schon Stunden an, dass er zum Chef gerufen werden sollte. Ein neuer Auftrag lockte. Insgeheim hegte er den Wunsch für eine Person Schutzengel auf der Erde sein zu dürfen. Am liebsten in Deutschland, weil er sich in dem Land bestens auskannte. …. Mit Schrecken dachte er an ein Münchner Oktoberfest. Wie kann es nur so viele Saufköppe geben?“, knurrte er sich in den Bart. Ob Männchen oder Weibchen, sie waren alle nur im Kreischkurs. Meistens verstand ich von ihren Gesängen nicht mal den Text. Sie nannten es Schlachtruf oder Songs. Hin und wieder wurde die Bayernhymne geträllert … Und dann das Schunkeln und Tanzen. Mal links, mal rechts, klopf Oberschenkel, die Wade nicht vergessen, die Füße anzuheben, immer schön im Takt – Takt – Takt. Alois schmunzelte versonnen vor sich hin. Dort nannte man es Schuhplattler. Allerdings die Schuhe habe ich nie gefunden ... „Halleduda!“ rief er Lauthalts … aus.
Ja, liebe Leser, der Alois konnte einem schon leid tun bis endlich ein neuer Auftrag kam….. Lesen Sie in der Geschichte wie es weiter geht.
„Mit dem Gedicht: „Der alten Seemann“ an der Elbe schließe ich nun den zweiten Teil: „Ein Koffer voller Monate. Ich hoffe, dass Ihnen das Wandern durch die Monate Spaß brachte. Im dritten und letzten Teil geht es mit September-Oktober-November-Dezember weiter. Mit den Fotos begleiteten Sie die drei Naturfotografen Hans-J. Fehde – Marcus Fehde und Andrea Potratz

© Text: Karin Fehde
Fotos: Hans-Jürgen Fehde

 

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