banner

Archiv   Team   On Tour   Impressum

Unter "On Tour" sind Termine für folgende Bands vorhanden: Alina + + + John Illsley + + + Kelly Family + + + Runrig + + + Ten Tenors + + + The Alarm + + + The Hooters + + + Toto

BAROCK – AC/DC Tribute Band
Live in Berlin 13.01.2018 Huxleys Neue Welt

Thomas Kreusch

Pünktlich 20 Uhr dröhnt der Donner aus den Lautsprechertürmen. Es ertönen Blitze und Regenschauergeräusche. Da die ersten Takte zum Opener des heutigen Konzertabends, man hört die Becken des Schlagwerks. Die Gitarre setzt ein und Thunderstruck beginnt… Als Cover Band hat man es von Anfang an nicht leicht, muss man doch immer mit dem Vergleich zum Original herhalten. Passt der Sound, ist die Bühnenshow wie vom Publikum erwartet, wie kommen die Musiker an und passt die Stimme des Sängers… Fragen über Fragen, die sich allerdings bei Barock nicht wirklich lange stellen lassen. Die Optik der Bühnenshow passt, da hängt die Hells Bells mit dem schönen Schriftzug, nein nicht AC/DC, sondern Barock von der Decke, links und rechts der Schießbude türmen sich die Marshall Amps auf denen hübsch aufgereiht 8 Kanonen fein säuberlich nebeneinander stehen und auf Ihren Auftritt warten.
Soweit passt die Geschichte also schon mal.
Der Sound zum Opener klingt etwas zu dünn, was wohl am hier leider etwas fehlenden Anschlag des Drummers liegt. Dieser Song muss von Anfang an, "Bumm" im Magen machen. Sieht man hiervon mal ab klingt der Sound an sich aber schon mal sehr gut. Die Optik des Angus Young Doubles passt wie die Faust aufs Auge, seine Mr. Young typischen Moves hat er bestens trainiert und die Gitarren Riffs klingen satt. Passt also auch! Der Gesang setzt ein und hier kommen gleich zwei Dinge zum Vorschein, zum einen braucht der Herr am Micro eine kurze Anlaufzeit um dann aber, holla, ganz klar seinem Vorbild Mr. Brain Johnson zu huldigen.
Auch die drei anderen Herren liefern hier vom ersten Ton, den satten Anschlag am Drum haben wir schon wieder verdrängt, einen mehr als guten Job ab. Ich möchte hier einmal kurz anmerken, dass der Malcolm Young dieser Formation rein optisch auch sehr gut als Double eines Cliff Burton (R.I.P.) seines Zeichen ex Bass Hero von Metallica durch gehen würde. Das Cliff Williams Double bei Barock könnte man hingegen nicht besser gewählt haben. Dem Mann am Schlagwerk nimmt man den Bart und verpasst ihm längere Haare fertig ist Phil Rudd. Am Micro sowie an der Gitarre stehen hier wie schon erwähnt, Angus Young und Brian Johnson, meine Herren besser geht es nicht. Auf geht es zu einem zweistündigen AC/DC Cover Konzert Abend, der sich von Anfang bis Ende sehen und vor allem hören lassen kann. Bei High Voltage stellen sich mir die Härchen auf, klingt der Kerl am Micro da gerade wirklich wie der längst verstorbene doch nie vergessene Bon Scott? Ja wahrhaftig! Welch Wahnsinn. Den Rest des Festes setzt er allerdings als Mr. Johnson fort was der Sache jedoch keinen Abbruch tut. Eugen Torscher, alias Angus Young rockt und moved über die Bühne wie das Original, auch wenn dieser Mr. Young hier im Gegensatz zum Original, doch schon die eine oder andere Verschnaufpause einlegt. Die Setliste ist ein wahres Best of von allen zu erwartenden Klassikern, mit Ausnahme von Dirty Deeds, und sehr gut gewählten unter anderen noch sehr aktuellen Songs. Hier fehlt kein Highway to Hell, keine Hells Bells oder Back in Black, kein Sprengstoff in Form eines TNT oder The Jack. Die Show läuft und braucht sich hinter dem Original nicht zu verstecken. Selbst das legendäre Hose runter Hintern raus bei Bad Boy Boogie fehlt hier nicht. Großes Kino für ein gut gelauntes, wenn auch mittlerweile in die Jahre gekommenes Publikum. Dem Alter der Fans entsprechend fällt auch hier beim Cover wie auch zuletzt beim Original das Pogen und Moschen bei so schönen Songs wie Let there be Rock oder Whole lotta Rosie eher sacht aus, aber auch hier wird wie bei jedem anderen Song kräftig gefeiert. Den Abschluss macht natürlich wie beim Original For those about to Rock, mit hier leider für meinen Geschmack viel zu leisen und somit viel zu harmlos wirkenden Kanonenschüssen. Fazit des Ganzen, ein gelungener Konzertabend mit einer wirklich sympathischen und zu jeder Zeit fantastischen Cover Band, die man jedem Fan nur gern empfehlen kann.

© Text und Fotos: Thomas Kreusch - Streetteam Berlin

 

zurück