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Alex in Berlin

Alexandra Rost

Im Februar stattete ich Berlin wieder einen Besuch ab. Zusammen mit Hartmut ging es erneut in den Zoo Berlin. Aufgrund des nasskalten Wetters führte uns der Weg zunächst ins Aquarium. Dort bekamen wir u.a. einige Fische, kleine Haie , Seepferdchen, verschiedene Echsenarten, Schildkröten oder auch Kaimane vor die Kamera. Auf die Etage mit den Käfern und Insekten verzichteten wir glücklicherweise.
Von dort ging es direkt weiter in den Zoo und erste Anlaufstelle waren natürlich die beiden Pandas, die, wie schon im Jahr zuvor, beide draußen beim Fressen waren. Somit konnte man diese gut beobachten ohne dass sie wegliefen. Warum ich das erwähne? Ganz einfach, es hatte irgendwie den Anschein die Tiere wüssten, dass ich komme, und brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Ziemlich oft konnte man beobachten, dass sie sich, sobald wir uns näherten Reißaus nahmen und verschwanden oder sich zumindest weg drehten. Ein paar bekamen wir dann aber doch zu Gesicht, wie z.B. die Hyänen mit ihren Jungtieren, zwei Giraffen, die sich mit ihren Hälsen beinahe verknoteten, schwimmende und sich sonnende Pinguine, einigen Affen, wie der neue Gorilla Sango, der gleich mal zur Schau stellte, wer der Herr in der Gruppe ist oder Robben, denen wir bei der Fütterung und einer Show zusehen konnten. Dort wurde erklärt das manche Übungen zwar wie ein Spiel aussehen, aber wichtig wäre für Untersuchungen, damit diese korrekt und schnell durchgeführt werden können. Außerdem diene es auch dafür, dass man Gegenstände, die versehentlich ins Wasser gefallen sind, wieder beschaffen kann. Ob sie hierfür einen extra Fisch als Bezahlung bekommen? Nach dem Zoobesuch wollte ich noch kurz die Gedenkstätte der ermordeten Juden Europa besuchen.
Diese liegt zwischen dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz und besteht aus einem Stelenfeld und einer unterirdisch angelegten Ausstellung. Das Ganze dient als Ort der Information über die Verfolgung und Ermordung von fast 6 Millionen Juden. Für mich immer wieder beeindruckend und auch zu gleich bedrückend.
Im Laufe des Aufenthaltes besuchten wir noch die größte preußische Schlossanlage, das Schloss Charlottenburg.
Dort verbrachten nicht nur brandenburgische Kurfürsten oder preußische Könige ihre prachtvolle Zeit, auch deutsche Kaiser waren dort zu finden. Der Rundgang führt durch verschiedene Original getreu wieder hergestellte Säle und Räume, da diese im Krieg schwer zerstört wurden, vorbei an Kunstsammlungen, dem Porzellan Kabinett, einer Kapelle und einigen Exponaten wie Münzen, Helme oder Tafelbesteck und Geschirr. Erbaut wurde das alte Schloss um 1700 im Auftrag von Königin Sophie Charlotte und ihres Ehemannes. Es gilt als das Lieblingsschloß von mehreren Generationen Hohenzollern.
Aufgrund der vielen verschiedenen Bewohnern bekommt man hier einen vielseitigen Einblick in Epochen der deutschen Geschichte. Zudem wurden die Räume mit Wechsel der Besitzer auch immer verändert, jedoch immer sehr prachtvoll, mit viel Samt oder echtem Gold, was es sehr beeindruckend erscheinen lässt.
Bei schönem Wetter empfiehlt es sich natürlich auch den Schlossgarten an zu sehen. Ein Grund wieder zu kommen. Da ich immer noch Lust auf etwas Kultur habe, statteten wir der Gedächtniskirche und der Gedenkhalle im alten Turm noch einen Besuch ab. Davor stand ich schon oft, aber noch nie war ich im Inneren. Zugegebenermaßen muss ich gestehen, dass ich mir etwas mehr erwartet hatte. Natürlich hat sie eine geschichtliche Bedeutung, aber im Vergleich zu anderen Kirchen wirkt sie im Inneren doch eher klein und weniger aufwändig.
Zudem sah ich mir noch die Gedenkstätte am Breidscheidplatz an, bevor der Tag mit einem kurzen Besuch der Hackeschen Höfe und einem leckeren Abendessen endete.
Zusammen mit meiner besten Freundin war noch ein Besuch mit Abendessen auf dem Fernsehturm geplant. Leider war es sehr neblig und die Sicht dadurch eingeschränkt. Jedoch ließen wir uns die Laune nicht verderben und sahen einfach durch den Nebel hindurch auf die beleuchtete Stadt und genossen unser sehr gutes 2- Gänge Menü in einer sehr schönen Kulisse mit tollem Service über den Dächern von Berlin.
Am letzten Tag besuchte ich noch Little Big City Berlin. Dort kann man anhand von 3D Modellen von Gebäuden, Figuren, Projektionen, Hologrammen und interaktiven Suchspielen oder Aktionen die Berliner Geschichte der letzten 750 Jahre mit erleben. Zu Beginn begibt man sich in einen Vorraum mit einem Model des Brandenburger Tores und ein Hologramm erklärt, was einen hinter der Türe erwartet.
Beginnend mit den Anfängen Berlins, führt einem der Weg durch die Industrialisierung, die Geschehnisse der Weimarer Republik und durch das goldene Berlin der 20er Jahre, weiter zu Kriegsschauplätzen um 1933, und durch die zerstörte und geteilte Stadt bis hin zur heutigen Metropole.
Dargestellt wird dies mit verschiedenen nachgebauten Szenerien, Erklärungen sowie interaktiven Elementen wie Hologramme die ihre eigene Geschichte erzählen wie z.B. die ersten Stummfilme im Kino, die Inflation oder eine Tanzshow. Viele der Sehenswürdigkeiten wie etwa das Brandenburger Tor, die Siegessäule und das Rote Rathaus sind als Modelle nachgebaut oder der erste Vergnügungspark Europas, der Luna Park. Im Gebäude wechselt es zwischen Tag und Nacht.
Auf einigen Gebäuden wird die Geschichte anhand von Projektionen erzählt wie z.B. das Niederbrennen des Reichstages. Zum Schluss befindet man sich auf einer Brücke am Silvesterabend mit Blick auf die Skyline Berlins. Der Countdown beginnt und um Mitternacht beginnt das Feuerwerk und erneute Projektionen auf das Brandenburger Tor.
Am Ausgang gibt es natürlich auch einen Shop, wo man u.a. die Fotos, die am Eingang gemacht wurden, käuflich erwerben kann. Eintritt kostet für Kinder und Erwachsene das Gleiche. 10€ als Online-Ticket und 16€ vor Ort.
Es gibt dort keine Garderobe oder Schließfächer, allerdings ziehbare Körbe, wo man z.B. seine Jacke reinlegen kann.
Zu finden ist das Ganze direkt am Alexanderplatz am Fernsehturm.

© Tex und Fotos: AR

 



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